Die beliebtesten Kaffeebohnen: Arabica, Robusta und Excelsa
Das Kaffeearoma wird durch Karamellisations- und Kondensationsvorgänge bestimmt, die für Farbe und Geschmack der Bohnen verantwortlich sind. Weit über 100 verschiedene
Kaffeepflanzenarten sind bekannt, doch die Anzahl der Kaffeesorten ist wesentlich grösser. Die gängigsten Kaffeesorten sind die milden und mit dezenter Säure ausgestatteten Arabica-Bohnen, die mit einer Bitternote versehenen Robusta, die leicht nussigen Liberica, die kräftig-erdigen Excelsa und die milden Maragogype. Der Geschmack der Bohnen unterscheidet sich von Region zu Region. So schmeckt eine Arabica-Bohne aus Afrika anders als eine aus Brasilien. Die teuerste Kaffesorte der Welt ist übrigens der «Kopi Luwak». Er kostet um die 1‘000 Franken und stammt aus Indonesien und Vietnam. Es handelt sich dabei um halbverdaute Kaffeebohnen, die in den Exkrementen von Schleichkatzen zu finden sind. En guete!Wie Kafi am besten schmeckt, ist ganz individuell, doch zumindest gibt es Unterschiede, die bei den Zubereitungsarten beachtet werden können: Der kleine Schwarze, unser beliebter Espresso, enthält durch das lange Rösten einen geringen Säureanteil. So ist der «Gepresste» magenfreundlicher und verträglicher als Filterkaffee. Dieser wiederum beinhaltet weniger Cafestol und Kaherol, zwei Inhaltsstoffe, die den Cholesterinspiegel erhöhen. Sie bleiben nämlich im Kaffeefilter hängen und so wird Filter-Kaffee auch für Menschen mit erhöhtem Cholesterinwert im Blut durchaus trinkbar.
Der Ursprung der Kaffeebohnen
So gut uns eine Tasse Kafi am Morgen auch schmeckt, in der Schweiz lässt er sich nicht anbauen. Wir müssen ihn also importieren. Leider findet die Kaffeeernte nicht immer unter fairen Bedienungen statt. Viele Kaffeepflücker müssen stundenlang für einen Hungerlohn schuften. Wer sich vor dem Kauf schlaumacht, kann weiterhin mit gutem Gewissen seinen morgendlichen Kafi schlürfen. Denn Kaffeebohnen oder Kaffeekapseln aus verantwortlichem Anbau gibt es durchaus zu kaufen. Die entsprechenden Hersteller arbeiten mit internationalen Organisationen und den Kaffeebauern vor Ort zusammen. Oft bieten sie den Kunden die Möglichkeit, die Herkunft des Kaffees nachzuverfolgen. Das Fairtrade-Siegel oder eine Zertifizierung durch Migros Bio sind gute Anhaltspunkte bei der
Auswahl von nachhaltigen Kaffeeprodukten.
Kaffeesatz nicht auf den Kompost
Kaffeesatz wird als Gartenhelfer empfohlen, doch neueste Studien widersetzen sich den bislang gut gemeinten Tipps. Kaffeesatz hat nichts auf dem Kompost zu suchen, denn die überaus nützlichen Würmer sterben bei dessen Zugabe. Den Tod eines anderen Gartenbewohners wünscht sich mancher und versucht ihn, durch Kaffeesatz herbei zu führen: Liebe Schneckenhasser, über Kaffeesatz kriechen die schleimigen Gesellen leider nonchalant drüber, doch sprüht man die Pflanzen mit einer verdünnten Kaffeelösung ein, wirkt das Koffein wie ein tödliches Nervengift.