Milchkaffee: Des Schweizers Schale
Bei den Österreichern «Wiener Melange», bei den Franzosen «Café au lait» und bei uns heisst der Milchkafi «Schale», denn genau in so einer wird die Mischung aus halb Filterkaffee und zur Hälfte warmer Milch meist zum Frühstück als perfekter Einstieg in den Tag serviert. Für einen reichhaltigeren Start am Morgen bestellt man einen «Kafi complet» und erhält ein komplettes Frühstück mit einer Schale.
Café Crème: Nur echt mit Schümli
Für diesen Schweizer Liebling werden die Kaffeebohnen für jede Tasse frisch gemahlen und das Kaffeemehl mit Druck wie beim Espresso aufgebrüht. Allerdings mit viermal so viel Wasser als beim kleinen Schwarzen. Dann entsteht ein Schaum aus feinen Bläschen, das «Schümli», dazu wird Rahm beziehungsweise Créme eingerührt. Hier eignet sich eine Arabica- und Robusta-Bohnen-Mischung am besten, da sie das feinste Schümli bildet.
Kafi Luz: Nur die Harten kommen in den Garten
Bei dieser Variante gibt man drei Stück Würfelzucker, 30 Milliliter Träsch (Kernobst-Schnaps) und eine Tasse heissen, schwach aufgebrühten Kaffee in ein hitzebeständiges Glas. Sieht das Getränk wie heller, schwarzer Tee aus? Dann stimmt die Mischung, die meist zur Fasnachtszeit getrunken wird. Der «Kafi Luz», auch «Cheli» genannt, entstand im 18. Jahrhundert, als die Behörden Trink- und Brennverbote für Hochprozentiges aussprachen und so die Leute ihren Schnapsverzehr mit diesem Kaffeerezept tarnten.Schümli
Pflümi: Klassiker im Glas
Hierfür wird Filterkaffee dünn aufgebrüht, Pflümli-Schnaps und Zucker eingerührt und mit einer grossen Haube geschlagenem Rahm in einem Glas serviert. Zum Wohl!