Warum Ausmisten glücklich macht und wie es klappt

So können Sie nachhaltig Ballast abwerfen

Ausmisten – im Englischen Decluttering genannt – ist einer der Standard-Vorsätze fürs neue Jahr. Kein Wunder: Ballast abzuwerfen und das Leben zu entrümpeln tut uns gut. Aber warum fällt das Ausmisten dann so schwer und wie kann es trotzdem gelingen?

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Spätestens seit gefühlt die halbe Welt mit der Japanerin Marie Kondo das Aufräumen zelebriert, steht das Ausmisten wieder ganz oben auf der Liste der Neujahrsvorsätze. Das ergibt Sinn, denn oft ziehen wir zum Jahresende Bilanz und fragen uns: Was ist wirklich wichtig im Leben – und was kann weg? Doch Ausmisten ist trotz guter Vorsätze gar nicht so leicht. Dabei befreit Entrümpeln und Ordnung schaffen ungemein: So zeigen Studien, dass Menschen sich in einer unaufgeräumten, vollgestopften Wohnung gestresster und unglücklicher fühlen. Wer nicht gerade das Chaos braucht, um kreativ zu sein, fühlt sich also in einer solchen Umgebung unwohl. Auch kostet es viel Zeit und Nerven, nach Dingen zu suchen. Wer keinen Überblick über seinen Besitz hat (zum Beispiel, was Kleidung angeht), der neigt dazu, unnötig Geld für neue Sachen auszugeben. Und nicht zuletzt versinken viele Menschen in nutzlosen Gegenständen, mit denen sie oft sogar negative Gefühle verbinden. Kurzum: Ausmisten macht glücklich, weil wir uns von all dem befreien und so unserem Geist Raum zur Entfaltung geben.

Warum fällt uns Ausmisten eigentlich so schwer?

Es gibt viele Ursachen dafür, warum Menschen am Entrümpeln scheitern. In den meisten Fällen geht es beim Ausmisten um Psychologie: Viele können keinen Ballast abwerfen, weil sie nicht loslassen können. Dabei geht es selten um den materiellen Wert eines Gegenstandes, sondern vielmehr darum, welche Gefühle man mit ihm verbindet. Oft spielen Trauer, Scham und Angst eine Rolle. So erinnert ein Gegenstand an einen geliebten Menschen, ein anderer ruft Scham hervor, weil dafür Geld verschwendet wurde, und wieder ein anderer schürt die Angst, ohne ihn aufgeschmissen zu sein.

Sachen wegzugeben oder gar wegzuwerfen kann so zu einer Mission Impossible werden. Darum hilft es, sich dieser Gefühle bewusst zu werden und sie anzunehmen. Sich davon zu lösen, ist der nächste Schritt. Hier können Sie nachlesen, wie Sie lernen, loszulassen. Übrigens: Sind mit Gegenständen wertvolle Erinnerungen verbunden, können Sie die Sachen vor dem Aussortieren fotografieren und das Foto in einem Album oder einer Schachtel aufbewahren.

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Ballast abwerfen beim Wohnung ausmisten: Aber wo anfangen?

Es gibt natürlich auch noch andere Gründe, warum es mit dem Entrümpeln nicht klappt. Viele, die ihre Wohnung ausmisten möchten, wissen nicht, wo sie anfangen sollen und fühlen sich überfordert. Daher empfehlen Experten, sich kleine Einheiten vorzunehmen. Diese Strategie schafft Erfolgserlebnisse und entkräftet die Ausrede, keine Zeit fürs Decluttering zu haben. Andere scheitern mit ihrem Vorhaben, weil sie kein System zum Aussortieren der Sachen haben. Beim Aufräumen nach Marie Kondo stellen Sie sich beim Aussortieren nur eine einzige Frage: Bereitet mir der Gegenstand Freude? Ist das nicht der Fall, trennen Sie sich davon. Ein anderes Vorgehen wäre zum Beispiel, Gegenstände in fünf Kisten zu sortieren, die für Behalten, Reparieren, Verkaufen, Spenden und Entsorgen stehen. Auch das ist ein Knackpunkt beim Ausmisten: wohin mit den Sachen? Gerade das Wegwerfen fällt vielen Menschen schwer. Aber das ist oft gar nicht nötig: Vieles lässt sich auf dem Flohmi oder (online) über Kleinanzeigen verkaufen und Vereine, Sozialwerke und Hilfsorganisationen freuen sich über Sachspenden. Bei der Stiftung Zewo können Sie sich über seriöse Organisationen informieren. Sie wollen jetzt Ballast abwerfen? Dann finden Sie weitere praktische Tipps in unserem Artikel «Ausmisten endlich leicht gemacht!»

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